03.03.2026
Fünf Gemeinden in Mosambik, Namibia, Ruanda und Tansania erhalten finanzielle Unterstützung
Wien, 3. März 2026. Dank eines Gemeinschaftsprojekts von UN Tourism und der TUI Care Foundation erhalten fünf afrikanische NGOs die notwendigen Finanzmittel, um Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker zu unterstützen und ihre Gemeinden zu stärken.
Initiative "Colourful Cultures"
Die „Colourful Cultures“ Initiative stellt Künstlerinnen und Künstler sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker in ländlichen Gemeinden in das Zentrum der Tourismusentwicklung in Afrika. Die erste Ausschreibung stieß auf großes Interesse: 141 gemeinnützige Organisationen aus ganz Afrika bewarben sich. Fünf ausgewählte Projekte erhalten nun finanzielle Förderung sowie gezielte Unterstützung beim Kapazitätsaufbau und kommen Menschen und Regionen in Mosambik, Namibia, Ruanda und Tansania zugute.
Die Bekanntgabe markiert einen Meilenstein für UN Tourism: Erstmals unterstützt die Organisation Basisorganisationen direkt mit finanziellen Mitteln und technischer Begleitung. Die geförderten Projekte sichern Einkommen von Handwerkerinnen und Handwerkern, stärken soziale Inklusion durch Tourismus und beleben die Kreativwirtschaft in abgelegenen Regionen.
Shaikha Alnuwais, Generalsekretärin von UN Tourism: „Diese erste Ausschreibung des Small Grants Programms, die die TUI Care Foundation ermöglicht hat, unterstreicht unser Engagement für gemeindebasierten Tourismus in ländlichen Regionen. Die ausgewählten Projekte legen den Grundstein für kreatives Unternehmertum im ländlichen Raum. Sie fördern wirtschaftliche Teilhabe und stärken die Rolle des Tourismus als Motor ländlicher Entwicklung.“
Thomas Ellerbeck, Vorsitzender der TUI Care Foundation, ergänzt: „Gemeinsam mit UN Tourism unterstützen wir ländliche Gemeinden dabei, ihr kulturelles Erbe in nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven zu übersetzen. Wir sind überzeugt, dass die sorgfältig ausgewählten Projekte sowohl für die Gastgemeinden als auch für ihre Besucherinnen und Besucher positive Impulse setzen werden. Durch diese Partnerschaft stärken wir den Tourismus als Hebel für gemeindebasierte Lösungen, innovative Finanzierungsansätze und nachhaltige Transformation in ländlichen Räumen.“
Die geförderten Projekte im Überblick
Stimmen und Farben von Gorongosa
Organisation: Associação dos Deficientes Moçambicanos (ADEMO)
Land: Mosambik
Das Projekt steigert das Einkommen lokaler Handwerkerinnen und Handwerker in Gemeinden rund um den Gorongosa-Nationalpark. Der Schwerpunkt liegt darauf, Menschen mit Behinderungen durch die Förderung der lokalen Produktentwicklung und des Marktzugangs zu stärken. Im Mittelpunkt des Projekts steht, lokal zertifizierte Handwerksprodukte zu entwickeln, die die lokale Kultur präsentieren, den Marktzugang durch Tourismuspartnerschaften zu erweitern und ein sozial ausgerichtetes Netzwerk zu schaffen, das Handwerkerinnen und Handwerker, Reiseguides und Akteure des nachhaltigen Tourismus miteinander verbindet. Das Projekt unterstützt bis zu 110 Menschen direkt – mit einem Frauenanteil von mehr als 60 Prozent. Es bindet gleichzeitig Gemeindevorsteherinnen und Gemeindevorsteher, Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen sowie Akteure des Tourismus durch Schulungen, Workshops und Zusammenarbeit ein.
Traditionen in Bwabwata National Park
Organisation: Namibia Development Foundation Trust
Land: Namibia
Verankert in der indigenen Khwe-Gemeinschaft stärkt das Projekt traditionelle Künste durch Schulungen in Produktentwicklung und kulturellem Storytelling. Ein Kulturzentrum im Bwabwata-Nationalpark wird als Anlaufstelle für Handwerker etabliert. Dank der Räumlichkeiten und der technischen Unterstützung wird das Projekt die Hüter des namibischen Kulturerbes stärken und ihre Kreativität in nachhaltige Tourismuskreisläufe einbinden. 50 Khwe-Kunsthandwerkerinnen und -Kunsthandwerker erhalten direkte Unterstützung, um ihre Fähigkeiten, Sichtbarkeit und Einbindung in nachhaltige touristische Wertschöpfungsketten auszubauen.
Creative Tourism and Employment for Artists in Musanze
Organization: Red Rocks Initiative for Sustainable Development
Land: Ruanda
Das Projekt arbeitet mit zwei Kooperativen von Frauen und jungen Kunsthandwerkern in Nkotsi und Bisate im Distrikt Musanze. Durch praktische Schulungen in bildender Kunst, Unternehmertum und Storytelling werden Einkommensmöglichkeiten diversifiziert. Ziel ist es, die Attraktivität von Musanze als Standort für Kreativtourismus zu stärken und zugleich die Fähigkeiten der lokalen Gemeinden auszubauen, damit sie besseren Zugang zum Tourismusmarkt erhalten. Bis zu 100 Frauen und Jugendliche profitieren direkt – durch gestärkte kreative Kompetenzen, unternehmerisches Know-how und verbesserten Zugang zum Tourismusmarkt.
Enhancing Rural Tourism Capacity in Busaga
Organisation: Nature Rwanda
Land: Ruanda
Das Projekt verbindet Naturschutz und Tourismusentwicklung im ökologisch wertvollen Busaga-Wald. Geplant sind geführte Waldtouren sowie die Einbindung lokal produzierter Handwerksprodukte. Ziel ist es, den Schutz der biologischen Vielfalt zu stärken, den gemeindebasierten Tourismus auszubauen und die Einkommensquellen im ländlichen Raum zu diversifizieren. 30 junge Gemeindemitglieder – überwiegend Frauen – erhalten neue Möglichkeiten in den Bereichen Waldschutz, Reiseleitung und Kunsthandwerk.
Maasai-Kulturprogramm in Kiteto
Organisation: KINNAPA Development Programme
Land: Tansania
Das Projekt fördert die Bewahrung des kulturellen Erbes der Maasai durch ein gemeindebasiertes Ausbildungsprogramm. Frauen und Jugendliche werden in Kunsthandwerk und Tourismusdienstleistungen geschult. Ziel ist es, kulturelles Erbe in wirtschaftliche Chancen zu verwandeln, indem Fähigkeiten gestärkt, kultureller Stolz gefördert und wirtschaftliche Selbstbestimmung im Distrikt Kiteto in Tansania ermöglicht werden. 50 Personen – 60 Prozent davon Frauen – erwerben praktische Fähigkeiten und stärken ihre Selbstbestimmung.
Alle Pressemeldungen und Bilder finden Sie auf
presse.tui.at.
Über die TUI Care Foundation
Die TUI Care Foundation initiiert und unterstützt Projekte, die jungen Menschen auf der ganzen Welt neue Zukunftsperspektiven eröffnen, Natur und Umwelt schützen und die nachhaltige Entwicklung von Urlaubsdestinationen fördern. Dabei setzt die Stiftung auf das Potenzial des Tourismussektors als Motor für gesellschaftliche Entwicklung, Bildung und Wohlstand. Sie baut auf starke Partnerschaften mit regionalen und internationalen Organisationen, um nachhaltigen Wandel zu bewirken. Die TUI Care Foundation ist eine unabhängige Stiftung, die von TUI initiiert wurde. Sie hat ihren Sitz in den Niederlanden. Website: www.tuicarefoundation.com
Über das Tourism for Rural Development Small Grants Programm
Das Tourism for Rural Development Small Grants Programm stärkt ländliche Lebensgrundlagen, fördert ein nachhaltiges Management des kulturellen Erbes und den Naturschutz und entwickelt gemeindebasierte touristische Wertschöpfungsketten. Die erste Ausschreibung mit dem Titel „Colourful Cultures“, ermöglicht durch die TUI Care Foundation, konzentriert sich auf die Stärkung von Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern – insbesondere von Frauen und jungen Menschen. Durch die Unterstützung von lokalen NGOs stärkt die Ausschreibung die Kreativwirtschaft und fördert wirtschaftliche Teilhabe sowie strukturelle Diversifizierung durch Tourismus in abgelegenen Gemeinden.
Über UN Tourism
Die Welttourismusorganisation (UN Tourism) ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für verantwortungsvollen, nachhaltigen und für alle zugänglichen Tourismus. In Zusammenarbeit mit 160 Mitgliedstaaten, 6 assoziierten Mitgliedern und mehr als 500 angeschlossenen Mitgliedern setzt sich die Organisation dafür ein, Tourismus als Motor für wirtschaftliches Wachstum, inklusive Entwicklung und ökologische Nachhaltigkeit zu stärken. UN Tourism fördert die Verankerung des Tourismus in nationalen und internationalen politischen Agenden und unterstreicht dessen Potenzial, Armut zu verringern, Arbeitsplätze zu schaffen, Innovationen voranzubringen und zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beizutragen.