12.03.2026
TUI Field to Fork und TUI Futureshapers stärken kolumbianische Tourismus-Unternehmer sowie Landwirte und fördern nachhaltigen Tourismus
Wien, 12. März 2026. Die TUI Care Foundation startet in Kolumbien zwei neue Projekte, die in verschiedenen Postkonfliktgebieten sowie im Departement Atlántico umgesetzt werden. In Kooperation mit der V Social Foundation und der Fondazione Slow Food werden Initiativen zur Stärkung des touristischen Unternehmertums, zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft sowie zur Entwicklung öko-gastronomischer Tourismusangebote vorangetrieben.
Tourismus im Wandel
Der Tourismussektor Kolumbiens befindet sich in einer Phase des Wandels. Insbesondere Postkonfliktregionen und ländliche Gemeinden verfügen über ein erhebliches Potenzial für eine inklusive Tourismusentwicklung. Obwohl der Tourismus einen wichtigen Beitrag zur nationalen Wirtschaft leistet, haben viele Gemeinden weiterhin Schwierigkeiten, von diesem Wachstum zu profitieren. Lokalen Unternehmerinnen und Unternehmern fehlen häufig die Ressourcen, Fähigkeiten und Netzwerke, um sich erfolgreich im Tourismussektor zu etablieren. Regionen wie Atlántico mit reichen kulinarischen Traditionen stehen zudem vor Herausforderungen bei der nachhaltigen Lebensmittelproduktion sowie beim Zugang zu bezahlbaren Lebensmitteln.
Um diesen miteinander verbundenen Herausforderungen zu begegnen, startet die TUI Care Foundation zwei neue Projekte in Kolumbien.
Projekt TUI Futureshapers Colombia
Das Projekt TUI Futureshapers Colombia wird in Zusammenarbeit mit der V Social Foundation umgesetzt. Das Projekt stärkt touristisches Unternehmertum in vier Postkonfliktgebieten, in denen sich Genossenschaften gebildet haben. Ziel ist es, diese Organisationen dabei zu unterstützen, tragfähige wirtschaftliche Strategien zu entwickeln, die den Menschen Perspektiven vor Ort eröffnen. Zugleich soll es eine Entwicklung fördern, die Versöhnung und Frieden in den Regionen begünstigt.
Das auf zwei Jahre angelegte Projekt hat das Ziel, gemeindebasierte Tourismusorganisationen in Postkonfliktgebieten mit Erfahrungswissen, Instrumenten und Ressourcen auszustatten. Dieses Rüstzeug benötigen sie, um ihre Aktivitäten zu festigen und langfristig weiterzuentwickeln. Zugleich werden die Organisationen mit bestehenden Tourismus- und Friedensstrategien für eine nachhaltige Entwicklung nach Konflikten in Einklang gebracht. Das Projekt konzentriert sich auf fünf Gemeinschaftsorganisationen in den Departamentos Meta, Caquetá, Cundinamarca und Bolívar. In diesen Regionen stellt der Tourismus bereits eine etablierte wirtschaftliche Alternative dar, die zur Wertschöpfung und Stabilisierung der Postkonfliktgebiete beiträgt.
Stärkung lokaler Unternehmerinnen und Unternehmer
Durch Kreativlabore, die Entwicklung maßgeschneiderter Geschäftsmodelle, spezialisierte Mentoring-Programme und strategische Partnerschaften mit Tourismusagenturen stärkt das Programm die Kompetenzen von 50 Tourismusunternehmerinnen und -unternehmern. Im Fokus stehen dabei zentrale Bereiche wie Betrieb, Verbandsaufbau, Governance, Führung und Management. Das Projekt umfasst zudem eine Komponente zur Sensibilisierung und Sicherheit in Konfliktgebieten und baut gleichzeitig organisatorische Kapazitäten für lokale, nationale und internationale Partnerschaften auf. Dazu gehört auch die Teilnahme an Tourismusmessen, um die Unternehmen einem breiteren Markt zu präsentieren.
Eine Reihe von „Business Interaction Summits“ entwickelt gemeinsame Geschäfts- und Kommunikationsstrategien – nicht nur für die fünf direkt beteiligten Organisationen, sondern für das gesamte Tourismus- und Friedensnetzwerk von 15 Organisationen. Führungskräfte erhalten dabei spezielle Schulungen, um gemeinsame Zukunftsstrategien für ihre Unternehmen zu entwickeln. Um reproduzierbare Ergebnisse zu ermöglichen und Wissen über die Wechselwirkungen von Tourismus und Frieden in Kolumbien zu generieren, umfasst das Projekt darüber hinaus Forschungsarbeiten. Ziel ist die Entwicklung einer Modellmethodik für Tourismus- und Friedensinterventionen.
Projekt TUI Field to Fork Colombia
TUI Field to Fork Colombia wird gemeinsam mit der Fondazione Slow Food durchgeführt und fördert nachhaltige Landwirtschaft sowie öko-gastronomischen Tourismus im Departement Atlántico. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt verbindet die Themen Ernährungssouveränität, kulturelles Erbe und Tourismusentwicklung. Es wird in den ländlichen Gebieten rund um die Stadt Barranquilla umgesetzt. Die dortigen Gemeinden verfügen über reiche kulinarische Traditionen, die auf der Agrobiodiversität des Gebiets basieren und für den Tourismus nur in geringem Maße erschlossen sind.
Schulungen, Earth Market und touristische Route
Im Rahmen der Initiative werden 80 Familienbetriebe in agroökologischen Praktiken und nachhaltigen Produktionsmethoden geschult. Die Trainings umfassen zudem Ernährungssouveränität, Gemeindetourismus und Marketing. Ergänzend wird ein Earth Market eingerichtet, der lokalen Produzentinnen und Produzenten einen direkten Zugang zu Absatzmärkten ermöglicht. Darüber hinaus werden 75 High-School-Absolventinnen und -Absolventen zu Agrar- und Lebensmittelagenten mit Schwerpunkt Tourismus ausgebildet. Sie erwerben die notwendigen Kompetenzen, um attraktive ökologisch-gastronomische Tourismuserlebnisse zu entwickeln. Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Mitgestaltung einer touristischen Route, die das kulinarische Erbe der Region sichtbar macht. Besucherinnen und Besucher erhalten so Einblicke in landwirtschaftliche Produktionsweisen, traditionelle Zubereitungsmethoden und lokale kulturelle Feste.
Durch die Kartierung der Agrobiodiversität, die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden und die Entwicklung von Tourismuserlebnissen auf Basis der lokalen Esskultur entsteht ein integriertes Modell. Der Tourismus trägt so zur Nachhaltigkeit der Landwirtschaft und zur Stärkung der Ernährungssouveränität bei und bietet Besucherinnen und Besuchern zugleich sinnvolle Erlebnisse, die die kulturelle Identität der Region einbeziehen.
Diese Projekte sind Teil der globalen Programme TUI Futureshapers und TUI Field to Fork der TUI Care Foundation. Sie werden in mehreren Ländern umgesetzt, um nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen und natürliche Ressourcen in Tourismusdestinationen weltweit zu schützen.
Alle Pressemeldungen und Bilder finden Sie auf
presse.tui.at.
Über die TUI Care Foundation
Die TUI Care Foundation initiiert und unterstützt Projekte, die jungen Menschen auf der ganzen Welt neue Zukunftsperspektiven eröffnen, Natur und Umwelt schützen und die nachhaltige Entwicklung von Urlaubsdestinationen fördern. Dabei setzt die Stiftung auf das Potenzial des Tourismussektors als Motor für gesellschaftliche Entwicklung, Bildung und Wohlstand. Sie baut auf starke Partnerschaften mit regionalen und internationalen Organisationen, um nachhaltigen Wandel zu bewirken. Die TUI Care Foundation ist eine unabhängige Stiftung, die von TUI initiiert wurde. Sie hat ihren Sitz in den Niederlanden.
Website: www.tuicarefoundation.com
Über die V Social Foundation
Die V Social Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die die Entwicklung lokaler Gemeinschaftsorganisationen in Tourismusdestinationen unterstützt. Ziel der Stiftung ist es, zu kultureller Toleranz und internationalem Verständnis beizutragen, die Lebensbedingungen in verschiedenen Regionen weltweit zu verbessern und lokale Gemeinschaften unter Wahrung ihrer kulturellen Werte zu stärken. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen nutzt die Stiftung den Tourismus als Instrument zur Einkommensdiversifizierung und zur Stärkung der territorialen und finanziellen Autonomie von Gemeinschaften. Die geförderten Projekte unterstützen den Erhalt kultureller Traditionen, den Naturschutz, die Gleichstellung der Geschlechter sowie die Ausbildung junger Menschen.
Website: www.vsocialfoundation.org
Über die Fondazione Slow Food
Slow Food ist ein globales Netzwerk lokaler Gemeinschaften, das sich für den Erhalt regionaler Esskulturen und Traditionen einsetzt und dem Vormarsch der Fast-Food-Kultur entgegenwirkt. Ziel ist es, gute, saubere und faire Lebensmittel für alle zu fördern. Das Netzwerk vereint Köchinnen und Köche, Pädagoginnen und Pädagogen, Jugendliche, Aktivistinnen und Aktivisten, Landwirtinnen und Landwirte, Fischerinnen und Fischer, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf vielfältige Weise miteinander verbunden sind. Der Ansatz von Slow Food basiert auf der Überzeugung, dass ein grundlegender Wandel weg vom industriellen Lebensmittelsystem hin zu diversifizierten, nachhaltigen Ernährungssystemen notwendig ist, um Umwelt- und Klimakrisen zu begegnen und das Recht auf Nahrung für alle zu sichern.
Website: www.slowfood.com